Dienstag, 12. Februar 2008

Norge i et Nøtteskall (Norway in a Nutshell)

Letztes Samstag unternahm ich mit meinem Besuch aus der Schweiz (Nicole und Chantale) eine kleine Tour, damit die beiden auch noch etwas von der herrlichen Landschaft sahen.
So kam es dann, dass wir uns früh morgens in den Zug nach Voss setzten. Allerdings mussten wir unsere Reise zwischenzeitlich - ungeplant - per Bus fortsetzen, da am Tag zuvor eine Gerölllawine niedergegangen war und die Strecke deshalb gesperrt war. Mit Verspätung in Voss angekommen wurde das Fortbewegungsmittel wieder gewechselt, aber dieses Mal geplant; wir sassen nun wieder in einem Bus. Während der Busfahr durch verschneite Täler und kleine Dörfer sahen wir viele Wasserfälle und zugefrorene Seen. Die Aussicht war schlicht und einfach genial!Eine Stunde später kamen wir in Gudvangen an, wo wir auf eine Fähre umstiegen. Mit dieser fuhren wir dann während zwei Stunden auf dem Sognefjord rum bis wir in Flåm ankamen. Der Sognefjord ist der längste Fjord Norwegens mit ca. 250 km Länge. Er ist umgeben von vielen steil abfallenden Klippen und hohen Bergen. Er sieht eben so aus, wie man sich die norwegischen Fjorde vorstellt :)Von Flåm aus ging die Reise dann weiter auf einer der ältesten Zugstrecken Norwegens, der Flåmsbana. Diese Bahnstrecke ist nur etwa 20 km lang. Man benötigt aber dennoch knapp eine Stunde um sie zurück zu legen, da die Bahn innerhalb dieser 20 km einen Höhenunterschied von etwa 880m zurücklegt (von Flåm 2 MüM, nach Myrdal 880 MüM). Diese Bahnstrecke endet in Myrdal, wo wir dann wieder in den "noramlen" Zug nach Bergen umgestiegen sind. Myrdal liegt am Rande der Hardangervidda, einer Hochebene, die etwa auf 1000m liegt und in einem Nationalpark liegt. Diese Gegend ist sehr dünn besiedelt und gleicht in seiner Landschaft mehr dem Mond als der Erde ;)

Montag, 11. Februar 2008

Schlitteln in Bergen

Vor einer Woche hatten wir endlich das Glück, dass es auch einmal in Bergen schneite. Das ist hier ja nicht so oft der Fall, wegen dem milden Klima, verursacht durch den Golfstrom. Aber es schneite ja nun und das für etwa 4 Tage. Schlussendlich hatte es an manchen Stellen bis zu 40 cm Schnee.

Die Gunst der Stunde ausnutzend machten wir uns auf Richtung Fløyen, dem einen der sieben Hausberge von Bergen. Wir wollten "Bergen bei Schnee" auch mal erleben. Während dem Aufstieg kamen uns immer mehr "Schlittler" entgegen und und es stimmte uns fast ein bisschen traurig, dass wir keine Schlitten dabei hatten... Der Aufstieg war trotzdem lustig, v.a. wegen den vielen Norweger auf Langlaufskis! Spätestens jetzt wurde mir klar, dass die Norweger ein langlaufverrücktes Volk sind! Immer und überall, wo Schnee liegt holen die ihre Langlauflatten hervor um ihrem grössten Hobby zu frönen.

Oben angekommen war die Sicht atemberaubend schön. Zudem fanden wir im Kiosk auch noch so Rutscher aus Plastik. Wir entschieden uns für die fürchterlich schönen Farben Pink und Neogrün :) Und damit begann der Riesenspass. Man konnte den ganzen Hügel hinunterrutschen und man wurde auch ganz schön schnell. Für einmal runter benötigten wir etwa 20-30 Min. Unten angekommen, waren unsere Hosen pflotschnass und die Rutscher schon halb kaputt, da wir doch über einige, grössere Steine gerutscht waren. Wir entschieden uns dennoch nochmal nach oben zu gehen und das Ganze zu wiederholen.Ergebnis des Schlittelnachmittags waren nasse, teilweise mit ein paar Löchern verschönerte Hosen, 5 in Mittleidenschaft gezogene Rutscher, diverse blaue Flecken von den "versteckten" Steinen auf der Strecke und 5 begeisterte Jus-Studenten :)

Sonntag, 25. November 2007

River Rafting


Ende September machte ich mit 3 Deutschen Jungs einen River Rafting Ausflug. Wir fuhren mit dem Auto etwa 1 Stunde ins Landesinnere bis nach Voss. Dieser kleine Ort ist ein Rafting-Mekka und auch ein Witersportort. In Voss angekommen wurden wir von unseren Guides begrüsst und jeder erhielt seine Ausrüstung (Neoprenanzug inkl. Schuhe, Helm und Schwimmweste). Anschliessend wurden wir mit einem kleinen Bus zu unserem "Einstiegsort" gefahren. Um uns an das Wasser zu gewöhnen musste jeder von uns zuerst einmal durch den Fluss schwimmen. Das Wasser war ganz schön kalt, brrrrrrrrr. Aber wir gewöhnten uns schnell daren und zudem war die Kälte wie verflogen, als wir dann in das Schlauchboot krabbelten und es endlich los ging. Am Anfang war das noch ganz easy, aber wir fuhren dann ziemlich schnell in die ersten grossen Stromschnellen...Wow, Adrenalin pur :-) In der Mitte der Fahrt, wo es etwas ruhiger war, konnten wir an Land schwimmen um dort dann von einer 5-7m Klippe zu springen. 2h später war unsere Tour vorbei und es gab warmen Tee und Kaffee für alle. Wir hatten es sogar ohne einmal zu kentern und ohne dass jemand aus dem Boot gefallen wäre geschafft den reissenden Fluss hinunterzukommen :) Das war ein super Erlebnis!

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Oslo





Mitte Oktober war ich mit Nadine für 1 Wochenende in Oslo. Wir reisten mit dem Nachtzug nach Oslo. Donnerstag Abend um 11 Uhr ging es los. Die Fahrt war echt super, da es in diesen Zügen keine Couchette-Abteile gibt, sondern nur Schlafwagenabteile mit mega kuschligem Duvet :) - echter Luxus also.

In Oslo angekommen sind wird Freitag Morgen früh um 6.30 Uhr. Wir hatten ziemliches Wetterglück, da die Sonne immer geschienen hat und es ziemlich warm war für diese Jahreszeit. Man konnte sogar draussen einen Kaffee trinken ohne gleich auf dem Stuhl festzufrieren. Der Freitag war unser Museumstag. Wir besuchten die "Nasjonalgalleriet", wo die weltbekannten Gemälde "der Schrei" (es gibt übrigens 4 davon...) und "Madonna" von Edvard Munch stehen. Das war ganz eindrücklich, aber ich muss sagen, dass mir die Bilder von Munch nicht so gefallen haben. Des Weiteren waren wir noch auf der Museumshalbinsel "Bygdöy". Dort hat es 6 ziemlich spannende Museen. Wir haben uns dann für das "FRAM" Muesum entschieden, welches sich dem Polarschiff FRAM (norw. für vorwärts) widmet. Das ganze Museum wurde um dieses Schiff gebaut, wie beim "Vasa-Mueseum" in Stockholm. Die Fram war das stärkste Schiff seiner Zeit und wurde bei den 3 berühmten Polarexpeditionen von Nansen (1893-1896), Sverdrup (1898 - 1902) und Amundsen (1910 - 1912) eingesetzt.

Weiter haben wir noch DAS In-Viertel ("Grünerlökka") von Oslo besucht. Ist ein alternatives Viertel mit vielen kleinen Läden und super schönen Bars und Restaurants. Ein Spaziergang durch dieses Quartier lohnt sich extrem!

Am Samstag standen die Karl Johanns Gate, die Skisprungschanze "Holmenkollen" und der "Vigelandsparken" auf dem Programm. Die Karl Johanns Gate ist die berühmteste Strasse Norwegens und die Einkaufsstrasse Nr. 1 in Norwegen. Diese Gate führt vom Bahnhof direkt zum Königsschloss. Der Holmenkollen ist eine extrem bekannt und super schön im Grünen gelegen. Leider war die Aussichtsplattform auf der Sprungschanze schon geschlossen, als wir da waren und so blieb uns die super Aussicht von der Spitze des Sprungturms leider verwehrt...Später am Nachmittag besuchten wir noch den "Vigelandsparken". Das ist ein einzigartiger Skulpturenpark des norwegischen Bildhauers Gustav Vigeland. Man kann da mehr als 2000 Skulpturen sehen.

Am Sonntag fuhren wir dann wieder mit dem Zug zurück. Diesmal nun aber bei Tageslicht, damit wir die Aussicht geniessen konnten. Die erste Hälfte war ganz schön, aber nicht extrem berauschend, da die Landschaft ziemlich ähnlich wie bei uns in der Schweiz war. Die zweite Hälfte war dann aber extrem cool. Wir durchfuhren die "Hardangervidda", eine Hochebene mitten im Land. Die Landschaft war da schon ziemlich eindrücklich... Gegen Abend kamen wir dann wieder in Bergen an und so endete unsere Reise nach Oslo.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Uni-Alltag

Lange ist's her, als ich in der Schweiz in das Flugzeug gestiegen bin; um genau zu sein etwa 10 Wochen. Eigentlich habe ich mir vorgestellt und vorgenommen, dass ich hier öfter mal was schreibe. Leider ging die Zeit wie im Fluge vorbei und ich habe, plötzlich festgestellt, dass ich meinen Blogg ganz vernachläsigt habe...

Seit dem letzten Eintrag habe ich auch wieder sehr viel erlebt, auch wenn nicht mehr gerade so viel Neues hinzukam, wie in den ersten paar Wochen. Dies ist unter anderem drauf zurückzuführen, dass der Uni-Alltag auch hier im hohen Norden nicht viel anders ist, als bei uns.

Mein Norwegisch wird auch von Tag zu Tag besser. Da ich einen Intensivkurs besuche, habe ich 4 x 2h pro Woche Unterricht, was zwar ziemlich viel ist und v.a. viele Hausaufgaben mit sich bringt, aber dafür lernt man auch viel! Es ist zwar noch nicht der Fall, dass ich mich gut auf Norwegisch unterhalten könnte, aber Lesen und Schreiben geht schon ganz ordentlich. Zudem verstehe ich immer mehr, wenn ich den Leuten im Bus - während meiner Heimfahrt - zuhöre ;) Die grösste Schwierigkeit bleibt aber immer noch das Sprechen! Dies wird noch zusätzlich erschwert, da die Bergenser einen ziemlich komischen Dialekt haben, den z.T. nicht mal die Osloer richtig verstehen. Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf mich bis im nächsten Juni auf Norwegisch unterhalten zu können :)

Neben dem Norwegisch läuft die Uni auch ganz gut. Ich besuche ja, wie ihr wahrscheinlich schon wisst, nur eine Vorlesung, da die ziemlich viel zu tun gibt und es nicht empfohlen wird neben dieser Vorlesung noch andere zu besuchen... In dieser Vorlesung sind wir ca. 40 Studenten. Bis Auf 3 sind alles Austauschstudenten. Die Vorlesung handelt vom öffentlichen Beschaffungswesen (public procurement) in der EU und EEA. Zusätzlich gab es einen kleinen Teil über das Thema "Öl und Gas" , welches ja hier in Norwegen ziemlich gross ist ;) Das coolste an der Vorlesung ist, dass sehr viele Gastprofs Vorträge halten. Diese Woche habe ich nun die letzten Vorlesungen und am Freitag wird der Kurs mit einem ganzen Tag ("procurement day") voller Vorlesungen abgeschlossen. Dem "Procurement Day" folgt, dann die "Procurement Night", so ein soziale Event mit Nachtessen usw. Ab Montag muss ich dann eine Hausarbeit während 2 Wochen schreiben.

Dienstag, 4. September 2007

Die ersten Wochen...

So, nun endlich nach 3 Wochen habe ich es geschafft meinen blog zu erstellen. Manche brauchen eben etwas länger...
In den ersten drei Wochen habe ich schon sehr viel erlebt und über dies möchte ich nun berichten:
Mein Hinflug verlief ohne Probleme. Das einzig Negative am Ganzen war, dass ich schon um 6.55 Uhr in Zürich abflog, d. h. aufstehen um ca. 4 Uhr... Ich landete kurz nach 11 Uhr in auf dem Flesland Airport. Von dort musste ich dann den "Flybussen" Richtung Bergen Zentrum nehmen. Und dann ca. gegen Mittag sah ich mein neues - vorübergehendes - zu Hause: Den "Fantoft Studentboliger". Tja, es erinnert zwar mehr an einen ostdeutschen Plattenbau (wie man nebenstehendem Foto entnehmen kann), aber wenn man sich einmal eingelebt hat, ist es ganz ok. Ich erhielt dann den Schlüssel zu meiner kleinen Wohnung, welche ich mit einem sympathischen Deutschen aus Berlin teile. Den Rest des Tages machten wir einen ersten Abstecher nach downtown Bergen (15 Min. mit dem Bus).

Am Montag morgen begann das Abenteur "Studieren in Bergen" dann so richtig mit dem Beginn der Einführungswoche. Zuerst wurden alle Austauschstudenten mit Bussen in die Stadt zu den "Grieghallen"(Kulturhaus mit diversen grossen (Konzert-) Sälen, das den Namen vom grossen Komponisten Edvard Grieg hat) befördert, wo die erste Inforveranstaltung stattfand. Es wurde das wichtigste Rund um die Uni, Bergen und Norwegen kurz erklärt. Am Nachmittag wurde man dann kakultätsweise in Gruppen eingeteilt. Diese Gruppen wurden dann noch weiter unterteilt in kleinere "Mentorgruppen". Jede Mentorgruppe wurde von ca. 5 höhersemestrigen Studenten geführt, welche alles organisierten. Unter anderem organisierten sie am ersten Abend ein gemütliches Beisammensein mit der Gruppe und mit späterem optionalem Partybesuch. So ging das dann die ganze Woche. Tagsüber wurde einem die Stadt gezeigt oder man es gab eine Führung durch die Fakultät und am Abend wurden wir Austauschstudenten in das Nacht- und Kulturleben von Bergen eingeführt. Das Hightlight der Woche war aber die Bootsfahrt durch die Fjorde vor Bergen am Freitag Morgen, welche etwa 2.5h dauerte. Es war zwar ziemlich kalt und regnete fast non-stop aber die Landschaft war traumhaft.
Mein erste Woche in Bergen endete mit meinen zwei ersten Trainings bei meinem neuen Handballclub OS Turn Handball (www.osturn.no/handball). Zufälligerweise haben die Trainer nämlich genau an diesem Wochenende ein Trainingsweekend geplant und ich konnte dann gerade mittrainieren.

In der zweiten Woche hatte ich Zeit die Umgebung von Bergen etwas genauer zu erkunden. Dies deshalb, da ich noch keine universitären Verpflichtungen hatte. U. a. lernte ich ein paar ganz coole Deutsche Jus-Studenten kennen, hier auch bekannt als "se Schörmäns Konneggschön" ;-) Glücklicherweise war es in dieser Woche ziemlich schön, weshalb wir an den nahe gelegenen Fjord baden gehen, grillen und im Versteckten auch ein Bier trinken konnten (es ist in Norwegen eigentlich ja verboten in der Öffentlichkeit Alkohol zu trinken, aber so streng kontrolliert wird das nicht). Daneben wanderten wir auch noch auf den Ulriken (höchster der sieben Berge von Bergen). Es war zwar eine ziemlich schweisstreibende Angelegenheit und den wanderunerfahrenen Deutschen ging ganz schnell die Puste aus, hihi. Oben angekommen konnten wir dann aber eine grandiose Aussicht geniessen über ganz Bergen.

Am folgenden Wochenende gingen wir auf eine Wandertour, die organisiert wurde vom studentischen Wanderverein. Wir trafen uns am Samstag um 9 Uhr beim Bahnhof. Dann ging es zunächst mit Zug und Bus auf die Insel Osteröy. Das ganze wäre eigentlich ganz schön gewesen, wenn man richtig ausgerüstet gewesen wäre. Ich hatte zwar so halbe Wanderschuhe dabei, die aber, wie ich schnell feststellen musste, nicht super wasserdicht waren und zudem hatte ich auch keine Regenhosen, was bei diesem Wetter aber von Vorteil gewesen wäre. Wir bestiegen also einen kleinen Berg der etwa 800m hoch war. Auf dem Gipfel oben hätte man eigentlich eine super Aussicht haben sollen. Die mussten wir uns aber vorstellen, da es so nebelig war, dass man nichts sah. Gegen 6 Uhr kamen wir dann in der Hütte an, welche sehr gemütlich war. Zuerst machten wir einmal Feuer und legten alle Kleider aus, da wirklich (fast) alles bei jedem nass geworden war. Das beruhigte mich ein wenig, da ich nicht der einzige mit ziemlich nassen Füssen war ;-) Am nächsten Morgen hatten wir noch einen kleine Wanderung an einen Fjord vor uns. Zum Glück regnete es nicht mehr so stark wie am Vortag. Unten angekommen bestiegen wir ein Schiff, mit welchem wir dann etwa 4h durch die Fjorde schaukelten bis wir dann um 6 Uhr in Bergen ankamen. Meine Woche endete dann mit Kleider waschen und Schuhe trocknen.

Letzte Woche starteten dann meine Kurse an der Uni. Ich habe "nur" 2 Kurse gewählt. Der eine ist ein Intensivkurs Norwegisch, der ziemlich happig ist und einiges an Vorbereitung und Nachbereitung benötigt und der andere ist ein Jus-Kurs in "EU and EEA Public and Utilities Contract law", welcher mir 30 ECTS gibt. Alle die studieren wissen, dass dies ziemlich viel ist (An der Uni Bern bekomme ich pro Kurse normalerweise 6 oder 12 ECTS). Der Prof hat uns dann auch davon abgeraten, noch weitere Kurse, neben diesem zu belegen. Nun habe ich schon 2 Vorlesungen hinter mir und es gefällt mir ganz gut. Es geht um EU-Recht und v.a. um public procurement (öffentliches Beschaffungswesen). Des Weiteren hatten wir dann noch eine Führung durch die Juristische Bibi, was auch interessant war.

Letztes Wochenende war ich bereits wieder auf Achse. Diesmal hatte ich ein Handballturnier in der Nähe von Stavaner. Wir fuhren Freitag Nachmittag los und hatten etwa 4h. Und diese Reise hatte es noch in sich - jedenfalls für einen Schweizer. Wir mussten 2 Fähren nehmen und durchfuhren drei Unterwassertunnels. Diese Tunnels sind extrem steil und ich musste mir die Augen gleich zweimal reiben vor lauter Verwunderung. Am Freitag hatten wir noch ein Spiel, welches wir gewannen. Danach fuhren wir ins Hotel und ich gingen dann noch Pizza essen. Am Samstag hatten wir 2 Spiele (1 Sieg und 1 knappe Niederlage) am Abend gings dann noch in ein Steak House und anschliessend gab's noch eine gesellige Runde bei uns im Hotel, welche bis um 2 Uhr dauerte... Dementsprechend waren am Sonntag beim letzten Spiel, welches ebenfalls mit einer knappen Niederlage endete, auch nicht alle im Besitz aller Kräft ;-) Die Heimreise wurde dann ziemlich stressig, da die meisten Teamkollegen noch an den Brann-Match gehen wollten. Brann ist die Fussballmannschaft von Bergen und Brann hat gute Chancen dieses Jahr wieder einmal Meister zu werden (seit ca. 20 Jahren). Momentan sind sie 1. und die Meisterschaft dauert nur noch bis in den November. Der Meistertitel wäre das grösste für die stolzen Bergenser (ein Bergenser kommt nicht von Norwegen, sondern von Bergen!), da in den letzten 15 Jahren immer Rosenborg Trondheim die Meisterschaft gewonnen hatte. So endete meine dritte Woche im hohen Norden.

Zu guter Letzt noch was zum Wetter: Ich habe ja ziemlich viel vom Regen und so geschrieben und dies kommt nicht von ungefähr, da Bergen die regenreichste Stadt in Europa sein soll. Hier kann es jeden Tag regnen. Auch wenn am Morgen die Sonne scheint kann es 2h später wie aus Kübeln giessen und eine weitere halbe Stunde später schon wieder strahlend schön sein. Es fällt einem sofort auf, dass die Bergenser ein ziemlich besonderes Verhältnis zum Regen haben. Wenn es zu regnen beginnt, gehen die Bergeneser seelenruhig weiter, als sei gar nichts passiert, während dem wir uns hektisch nach dem nächsten Unterstand umsehen. Zudem haben alle so ganz spezielle Regenjacken, die extrem wasserdicht sind und dann auch noch modisch aussehen. Ich habe natürlich nicht widerstehen können und bin nun auch stolzer Besitzer einer solchen Regenjacke. Das lustigste sind aber die schön modischen Gummistiefel, welche fast alle Frauen tragen. Einfach köstlich.